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    Barrierefreiheit

Unsere Höfe. Unsere Zukunft.

Am 25. Oktober 2026 wird die Landwirtschaftskammer neu gewählt. Damit steht eine wichtige Entscheidung für die Zukunft der bäuerlichen Familienbetriebe bevor.

Bäuerinnen und Bauern leisten jeden Tag unverzichtbare Arbeit: Sie versorgen uns mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln, pflegen unsere Kulturlandschaft und halten den ländlichen Raum lebendig. Gleichzeitig stehen viele Höfe zunehmend unter Druck. Faire Rahmenbedingungen, transparente Herkunft und eine Wertschöpfung, die auch dort ankommt, wo die Arbeit geleistet wird, sind deshalb wichtiger denn je.

"Bei der Landwirtschaftskammerwahl geht es um eine Interessenvertretung, die wieder das tut, wofür sie da ist: die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe zu vertreten. Es geht um faire Bedingungen, um transparente Herkunft und darum, dass die Wertschöpfung wieder am Hof ankommt"
Karlheinz Gigler, Spitzenkandidat der Grünen Bäuerinnen und Bauern

Wofür die Grünen Bäuerinnen & Bauern stehen

Herkunft muss draufstehen

Wer heimische Landwirtschaft stärken will, muss auch dafür sorgen, dass die Menschen wissen, woher ihr Essen kommt. Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie ist daher ein zentrales Anliegen.

  • Transparente Herkunft: klare Kennzeichnung in Gastronomie und Handel – auch bei verarbeiteten Produkten.
  • Tierwohl sichtbar machen: verpflichtende Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte.
  • Gentechnikfreie Lebensmittel: kein Import von gentechnisch veränderten Lebensmitteln, Futtermitteln, Saatgut oder lebenden Organismen. Das Vorsorgeprinzip gilt auch für neue Gentechnik.
    • Kein Patent auf Saatgut, Pflanzen und Tiere: Saatgut bleibt Gemeingut und Grundlage einer unabhängigen Landwirtschaft.

Faire Bedingungen für kleinere Betriebe

Viele bäuerliche Familienbetriebe stehen unter Druck. Gleichzeitig fehlt es an Wertschöpfung am Hof und die Belastungen steigen. Auch bei den Sozialversicherungsbeiträgen braucht es faire Lösungen. Die Landwirtschaftskammer muss hier stärker für die kleineren und mittleren Betriebe eintreten.

  • Faire Sozialversicherung: Kleine und mittlere Betriebe dürfen nicht länger verhältnismäßig mehr zahlen als große.
  • Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sichern und ausbauen: Landwirtschaftliche Betriebe brauchen Beschäftigte zur Entlastung und Sicherung ihrer Zukunft. Das muss finanzierbar sein.
  • Ersatz im Krankheitsfall für alle Arbeitskräfte in der Landwirtschaft: volle Kostenübernahme durch die SVS.

Mehr Unterstützung für Bio

Wer nachhaltig wirtschaftet und Verantwortung für Natur und Umwelt übernimmt, soll dafür auch faire Unterstützung bekommen. Dafür braucht es ein klares Bekenntnis von Politik, Wirtschaft und Konsument:innen.

  • Biologische Produkte wertschätzen: Gesunde, hochwertige Lebensmittel und die Leistungen biologischer Landwirtschaft verdienen faire Anerkennung und angemessene Wertschöpfung.
  • Regionale und biologische Versorgung stärken: verpflichtende Regionalquote von mindestens 80 %, davon mindestens 50 % Bioanteil für Milch, Fleisch, Eier, Getreide, Gemüse und Obst in der öffentlichen Lebensmittelversorgung von Bund und Ländern.
  • Direktvermarktung erleichtern: Urprodukte-Liste praxisnah gestalten, bürokratische Hürden abbauen, Innovationen ermöglichen.

​Öffentlich regional einkaufen

Spitäler, Schulen, Pflegeheime und landesnahe Einrichtungen geben jedes Jahr hunderte Millionen Euro für Lebensmittel aus. Dieses Potenzial muss stärker für die heimische Landwirtschaft genutzt werden. Wenn öffentliches Geld für Lebensmittel ausgegeben wird, sollte möglichst viel davon auf den Höfen und in den Regionen ankommen.

Acker statt Beton

Fruchtbare Böden sind die Grundlage für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Wenn immer mehr Boden verbaut wird, verlieren wir unsere wichtigste Grundlage für die regionale Lebensmittelversorgung. Bodenschutz ist daher auch Landwirtschaftsschutz.

  • Landwirtschaftliche Vorrangflächen sichern: verpflichtende Ausweisung, damit bäuerliche Nutzung Vorrang hat.
  • Almwirtschaft fördern: fachgerechte Bauplanung stärken, um Erosion, Hochwasser- und Lawinenrisiken zu verringern und die Kulturlandschaft zu erhalten.
  • Landgrabbing verhindern: Landwirtschaftliche Flächen vor Spekulation und übermäßiger Konzentration schützen. Die bäuerliche Nutzung soll Vorrang haben.
  • Landwirtschaftliche Nutzfläche schützen: Umwidmungsbedingte Wertzuwächse zugunsten der Allgemeinheit nutzen und landwirtschaftliche Böden langfristig sichern.
  • Langfristige Renaturierung: nicht kurzfristige Maßnahmen zählen, sondern ihre langfristigen Effekte.
  • Ortskerne beleben: Gemeinden bei Ortskernentwicklung, Leerstandsmanagement und der Vernetzung von Bevölkerung, Handwerk, Handel, Tourismus und Landwirtschaft unterstützen.

Unsere Kandidat:innen

Porträt von Karlheinz Gigler vor grünem Hintergrund

Karlheinz Gigler

Spitzenkandidat, aus Malta

Meine große Leidenschaft gilt der Almwirtschaft.

Beruflich
Bis Juni 2026 war ich als Nutztierarzt tätig. 1998 habe ich den landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern übernommen. Seither habe ich den Betrieb Schritt für Schritt modernisiert und extensiviert: Aus dem klassischen Mischbetrieb wurde ein auf Mutterkuhhaltung ausgerichteter Betrieb.

2005 habe ich eigene Almflächen erworben und die Almgebäude erneuert, zusätzlich habe ich eine Kleinsennerei aufgebaut. Für die Stromversorgung der Alm habe ich ein eigenes Kleinwasserkraftwerk errichtet. Seit der Almsaison 2022 betreibe ich die Kleinsennerei aktiv und verarbeite dort Milch zu Butter, Buttermilch, Topfen und Glundnerkäse.

 

Stefan Payer

Platz 2, aus St. Stefan

Über mich
Ich bewirtschafte einen biologischen Landwirtschaftsbetrieb mit Grünland, Acker und Wald und bin gleichzeitig Techniker und Unternehmer. Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet für mich, unsere natürlichen Grundlagen so zu nutzen, dass Landwirtschaft auch in 50 oder 100 Jahren noch erfolgreich möglich ist. Die Grundlage dafür sind bäuerlichen Familienbetriebe, die Kärntens Landwirtschaft bis heute prägen.

Meine Anliegen
Ich stehe für eine Landwirtschaft, in deren Mittelpunkt bäuerliche Familienbetriebe stehen. Für faire Märkte statt Abhängigkeit von wenigen Konzernen. Für Regionalität, Direktvermarktung und Wertschöpfung am Hof. Für eine Landwirtschaft, die sich an den Klimawandel anpasst und Boden, Wasser und Artenvielfalt langfristig erhält. Und für eine Interessenvertretung, die transparent arbeitet und den Bäuerinnen und Bauern verpflichtet ist.

Olga Voglauer

Platz 3, aus Ludmannsdorf/Bilčovs

Beruflich
Ich bin Agrarökonomin, seit 2010 bewirtschafte ich gemeinsam mit meinem Mann einen Biobauernhof in Ludmannsdorf/Bilčovs mit 25 Hektar Grünland, 25 Hektar Wald und 15 Heumilchkühen. Geprägt ist unser Hof seither von einer naturnahen Bewirtschaftung. Im Vordergrund war die Direktvermarktung unserer Hofeigenen Bio-Milchprodukte. Die Energiekrise 2022 und die Teuerung haben zu der Entscheidung geführt, den Hof als Kuhpension weiterzuführen: 13 Kühe leben heute bei uns und leisten ihren Beitrag als Landschaftspflegerinnen.

Politisches Engagement
Für mich war schon immer klar, dass ich mich für ein gutes Miteinander aller Menschen einsetzen will. Zuerst als Schulsprecherin, dann in der ÖH und später als Gemeinderätin. Seit 2017 bin ich bei den Grünen aktiv, seit 2019 Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten.

Reinhard Stückler

Platz 4, aus St. Margarethen

Beruflich
Bis 2004 war ich bei der Landwirtschaftskammer Wolfsberg tätig, seitdem führe ich meinen eigenen Biobetrieb „vlg Deixler“ in Oberleidenberg mit den Schwerpunkten Milchproduktion, Forstwirtschaft und Erneuerbare Energie.

Politisches Engagement
Seit 2015 engagiere ich mich als Gemeinderat in Wolfsberg und bin Obmann des Kontrollausschusses. Von 2016 bis 2021 war ich der erste Grüne Landwirtschaftskammerrat Kärntens und 2000 EU-Wahlbeobachter in Simbabwe.

Freizeit & Interessen
Seit Jahrzehnten setze ich mich für Klimaschutz ein, unter anderem durch erneuerbare Energie und eine Landwirtschaft, die Humus aufbaut und Kohlenstoff speichert. Außerdemleite ich den Kirchenchor Preims, gehe gerne wandern und Radfahren und interessiere mich für Naturwissenschaften, Geschichte und Ökosysteme.

Eva-Maria Nuart

Platz 5, aus Waisenberg

Warum ich kandidiere
Besonders wichtig sind mir die Sichtbarkeit und Chancengleichheit von Frauen in der Landwirtschaft sowie die Stärkung kleinbäuerlicher Familienbetriebe.

Meine Anliegen
Ich setze mich für eine gerechte Förderpolitik ein, die nachhaltiges Wirtschaften unterstützt, sowie für gute Bildungs- und Weiterbildungsangebote. Ebenso wichtig sind mir der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen, gesunde Böden, Grundwasserschutz, Kreislaufwirtschaft und Gentechnikfreiheit.

Auf unserem eigenen Hof versuchen wir, diese Überzeugungen zu leben: biologisch, regional und ohne den Anspruch, um jeden Preis zu wachsen. Für mich bedeutet zukunftsfähige Landwirtschaft Verantwortung, Nachhaltigkeit und ein gutes Auskommen für bäuerliche Familien.

Infos zur Wahl

Wahltag: Am Sonntag, 25. Oktober 2026 in der Gemeinde, in der du deinen Hauptwohnsitz hast.

 

Wer am Wahltag nicht in jener Gemeinde wählen gehen kann, in der er im Wählerverzeichnis eingetragen ist, kann bei der Gemeinde eine Wahlkarte ausstellen lassen, mit der er in jeder anderen Kärntner Gemeinde wahlberechtigt ist.

 

Es gibt keine Möglichkeit, die Stimme per Briefwahl abzugeben.

Weitere Möglichkeiten zur Stimmabgabe

Vorwahltag: Wer am Wahltag verhindert ist, kann bereits am Vorwahltag am Freitag, den 16. Oktober 2026 von seinem Wahlrecht Gebrauch machen.

Wer ist wahlberechtigt?

Eigentümer:innen und Pächter:innen: Personen, die Eigentümer:in oder Pächter:in von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben in Kärnten sind (ab einer Größe von einem Hektar).

 

Alter: Alle Personen müssen spätestens am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben.

 

Mitarbeitende Familienangehörige: Dazu zählen Eltern (inkl. Altbäuer:innen), Ehegatten, eingetragene Partner, Lebensgefährten sowie Kinder, Wahl-, Stief- und Schwiegerkinder. Voraussetzung ist, dass sie in Hofgemeinschaft leben und am Betrieb mitarbeiten.

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