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25.01.2022 Pressemitteilung

Pop­ulis­tis­che Poli­tik mit Todes­folge

Europäische Kommission weist auf Probleme hin – Kärnten handelt entgegengesetzt.

Die Europäischen Kommission weist die Bundesländer Tirol und Salzburg in einem Papier auf eklatante Mängel hin.

„Anstatt zu lernen, wie man es besser machen könnte, leitet Kärnten Maßnahmen, die in die gleiche Richtung gehen, in die Wege. Tiere abschießen bringt keine Lösung. Die neue Wolfsverordnung verstößt klar gegen die FFH-Richtlinien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das rechtlich halten wird. Das scheint auch Martin Gruber klar zu sein, wenn er davon spricht, dass es hier um ‚rechtlich sehr heikles Terrain‘ gehe. Da frage ich mich: Warum erlässt man eine neue Verordnung, wenn man sich gleich darüber im Klaren ist, dass diese wahrscheinlich rechtlich ohnehin nicht halten wird? Was soll das und wem nützt das? Den betroffenen Bäuerinnen und Bauern sicher nicht. Das ist populistische Politik mit Todesfolge für den Wolf“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten zur neuen Wolfsverordnung von Landesrat Martin Gruber.

Grüne Kärnten wiederholen Forderungen.

„Ich wünsche mir, dass hier im Umgang mit der Natur und den Tieren endlich weitergedacht wird als bis zum Gewehr“, sagt Voglauer und weist auf die Forderungen der Grünen Kärnten zum Umgang mit dem Wolf hin:

  • Attraktivierung und Belebung der Almwirtschaft (Almauftrieb muss sich für die Bauern wieder lohnen! Mehrwert für Tourismus und Naturgefahrenmanagement muss abgegolten werden)
  • Aktiv behirten durch geschultes Personal (“Alm-Ranger”). Finanziert von Land, Bund und EU. Schafft Arbeitsplätze und entlastet die Landwirtinnen.
  • Herdenschutz dort umsetzen, wo räumlich zumutbar und sinnvoll. Betroffene Landwirtinnen rechtzeitig einbinden.
  • Beutegreifer-Monitoring z. B. durch Besenderung forcieren, im Bedarfsfall “Vergrämungsmaßnahmen” umsetzen
  • Entnahme von Problemtieren
Olga Voglauer

Landessprecherin Grüne Kärnten

olga.voglauer@gruene.at
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