„Ein grünes Mascherl, ein paar Gewächshäuser und die Nutzung von Abwärme ändern nichts an der entscheidenden Frage: Was passiert mit der Schütt? Wir reden hier nach wie vor über die Verbauung einer wertvollen Grünfläche“, sagt Karin Herkner, Gemeinderätin der Grünen Villach, mit Blick auf die am Montag gestartete Task Force zum Projekt „Food & Data – Villach Farming“. Denn auch wenn aus dem ursprünglich geplanten Logistikzentrum nun ein Rechenzentrum mit Gewächshäusern und Abwärmenutzung werden soll, bleibt die Fläche dieselbe.
„Wir haben jahrelang gegen die Verbauung der Schütt gekämpft. Wir sind auf die Straße gegangen, weil wir gesagt haben: Diese Fläche darf nicht verbaut werden. Unser Protest hat sich nie gegen wirtschaftliche Entwicklung gerichtet, sondern gegen die Verbauung genau dieser einen Fläche. Und daran hat sich nichts geändert“, so Herkner.
Gleichzeitig sehen die Grünen den angekündigten Prozess als Chance, die offenen Fragen tatsächlich auf den Tisch zu legen. „Wir sind bereit, über das Projekt zu reden und uns mit den Fakten auseinanderzusetzen. Wir wollen wissen, wie hoch Strom- und Wasserverbrauch tatsächlich sind, welche Auswirkungen das Projekt auf Boden, Verkehr und Infrastruktur hat und welchen konkreten Nutzen die Stadt und ihre Bevölkerung davon haben. Aber am Ende muss auch die entscheidende Frage beantwortet werden: Warum soll ausgerechnet die Schütt dafür verbaut werden?“ Für Herkner gehört auch die Prüfung möglicher Alternativstandorte zum Prozess: „Wenn es bereits freie Flächen beim Logistikzentrum Süd gibt, muss geprüft werden, ob ein solches Projekt dort möglich wäre.“ Die Grünen wollen sich weiter in die Task Force einbringen und die angekündigte Transparenz einfordern. „Wir werden das Projekt weder reflexartig ablehnen noch einfach abnicken. Wir wollen die Fakten auf dem Tisch und verlangen, dass alle Auswirkungen geprüft werden.“