Gesetze zum Schutz vor Verschachtelung unserer Almen
„Betongoldrausch im Rahmen“ halten reicht nicht aus.
Um die Kärntner Umwelt und Landschaft zu schützen wird es zu wenig sein, den ‚Betongoldrausch im Rahmen‘ zu halten wie Herwig Seiser in der heutigen Landtagssitzung ausgeführt hat. „Die Chaletdörfer und die muntere Verbauung mit Zweitwohnsitzen zeigt in Kärnten, dass unser Raumordnungsgesetz nicht weit genug reicht. Mit zukünftigen Zielbestimmungen wird sich hier auch nichts ändern, das Gesetz gehört verschärft und dieser Verbau von Naturjuwelen verboten. Wir brauchen unsere ökologisch wertvollen Almen, sie dürfen keinen Immobilienspekulationen zum Opfer fallen“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten, zur Debatte im heutigen Landtag. Grundsätzlich seien sich hier alle Fraktionen einig, allein es fehle am Umsetzungswillen.
„Ich habe schon mehrmals betont, dass das neue Raumordnungsgesetz zahnlos ist. Jetzt ist die Rede von einem Freiraumsystem und einer Charta für den alpinen Raum – es braucht hier aber ein gesetzliches Verbot. Hier gehen die Bundesländer Salzburg und Tirol mit gutem Beispiel voran. Die Verhüttelung und die Zweitwohnsitzburgen müssen endlich der Vergangenheit angehören – es gibt jetzt schon von beidem zu viel in Kärnten“, so Voglauer.
Man kenne bei ÖVP und SPÖ das Problem, dass die Verantwortung für Umwidmungen bei den Gemeinden liege. „Hier zu sagen: niemand müsse umwidmen, man könne auch ablehnen – wie das der Abgeordnete Seymann heute getan hat – stimmt zwar, aber damit ist das Problem nicht gelöst. Die Praxis sieht anders aus. Die Raumordnung muss endlich überregional auf Landesebene behandelt werden“, fordert Voglauer.