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am 28. September

Intakte Natur ist wichtigste Ressource

Michael Johann - Intakte Natur als wichtigste Ressource für Kärntner Tourismus. Grüne bringen Antrag gegen zunehmende Verbauung der Kärntner Seen im Landtag ein

„Kärntens Natur ist wunderschön. Sie ist unsere wichtigste Ressource im Tourismus, der für Kärnten einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist. Unsere Aufgabe ist es daher, die Landschaft so intakt wie möglich zu erhalten. Dazu gehört unter anderem auch, dass der rasant fortschreitenden Verbauung unserer Seeufer der Riegel vorgeschoben wird“, erklärt Klubobfrau-Stellvertreter, LAbg. Michael Johann. Die Grünen bringen im Rahmen der heutigen Landtagssitzung einen Antrag ein, der sich gegen die zunehmende Verbauung unserer Seen wendet.

„Die Apartment-Häuser, die überall um die Seen aus dem Boden schießen, sind nicht nur hässlich, sie schaden auch dem Tourismus, weil sie nur wenige Wochen im Jahr benützt werden. Sie werden errichtet, um mit der Wertsteigerung riesige Spekulationsgewinne zu machen. Die kalten Betten werfen aber keinen nachhaltigen Ertrag ab, sie belasten nur die Gemeindekassen durch die teure Infrastruktur“, sagt Johann und meint weiter: „Wir brauchen mehr Mut bei BürgermeisterInnen und GemeinderätInnen, um schädliche Widmungen zu verhindern und effektivere Regeln im Gemeindeplanungsgesetz und der Bauordnung, beispielsweise um trickreiche Umwidmungen von Haupt- in Zweitwohnsitze zu verhindern. Tirol und Salzburg zeigen uns vor, wie das gehen kann.“

„Neue Projekte müssen in das Tourismuskonzept passen. Wir brauchen keine harten Projekte, die viel Landschaft verbrauchen wie etwa eine Seilbahn über dem Wörthersee. Es bedarf sanfter Initiativen, wie eines attraktiven Radwegenetzes, die sich in die Natur einfügen. Nur so können wir unsere schöne Landschaft erhalten, die Sicht auf die Seen wieder freimachen und die Verbauung stoppen“, so Johann. Dem fügt er abschließend hinzu: „Unsere Natur ist unsere wichtigste Ressource für den Tourismus. Deswegen ist es wichtig, nicht zuzulassen, dass Einzelne mit monströsen, für unser Bundesland nicht verträglichen Projekten den Ast, auf dem wir alle sitzen, absägen. Die Landung könnte schmerzlich werden!“​