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Donnerstag

Grüne Villach wollen wieder mehr Platz für Menschen.

Karin Herkner - Demonstration mit Gehzeugen zeigte, wie viel Platz von Autos verbraucht wird. Grüne wollen menschengerechte Stadt.

​Am Samstag, 5. Juni, initiierten die Villacher Grünen eine Gehzeug-Demo mit 8 selbstgebastelten Gehzeugen durch die Innenstadt. Das Gehzeug zeigt den Platzverbrauch eines Autos im Vergleich zum gehenden Menschen. Der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher, Professor an der TU Wien, erklärt damit seit den 1970er Jahren das Problem der autogerechten Stadt.

Ziel der Aktion war, die Villacher*innen darauf aufmerksam zu machen, wie viel Platz ein Auto in der Stadt beansprucht. Unsere Lebenssituation wurde in erster Linie an die Bedürfnisse des Autos angepasst, und die Autos besetzen täglich den öffentlichen Raum: Sie fahren auf breiten Fahrspuren, stehen mit rauchendem Auspuff im Stau, verparken jeden Zentimeter, haben sogar bei den Ampelschaltungen viel mehr Zeit als Fußgänger zur Verfügung.

Mehr Platz für die Menschen, nicht für die Autos!

Die Villacher Grünen wollen mehr Platz für sanfte Mobilität, für Kinder und Erwachsene. Es ist die Aufgabe der Politik, die Schwächsten zu schützen, auch im Straßenverkehr.

Villach muss wieder eine menschengerechte Stadt werden, für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Menschen in und mit Rollstuhl und Kinderwagen. Die Straßen Villachs müssen den Menschen wieder Platz zum Leben bieten: Zum Radeln oder zum Laufen, aber auch zum Verweilen, zum Spielen und zum Plaudern.

Die Aktion löste bei vielen Menschen, die in der Innenstadt unterwegs waren, Verwunderung und auch Neugierde aus. In einigen geführten Diskussionen mit der Bevölkerung kam neben Abwehr und Unverständnis auch viel Zustimmung für mehr Platz für soziale Begegnungen.​