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am 23. März

Zur neuen Bauordnung: Leider wieder das Mindeste, nicht das Möglichste.

Olga Voglauer - Zukunftsorientiert geht anders: Chance verpasst - bei Errichtung von Photovoltaik-Anlagen wurde nicht an Flachdächer gedacht.

​„Wie es scheint, ist die neue Bauordnung – wie in Kärnten so oft – zu vorsichtig. Obwohl die Entbürokratisierungen sehr zu begrüßen sind, geht die neue Bauordnung viel zu wenig auf den Klimawandel ein. Man macht wieder einmal das Mindeste und nicht das Möglichste“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten, zum heutigen Beschluss der neuen Bauordnung in der Regierungssitzung.

Die vorliegende Bauordnung sieht vor, dass bisher nicht unter die BAO fallende Photovoltaik-Anlagen unter 40 Quadratmetern Fläche nun einer Mitteilungspflicht und zwar ohne Größenbeschränkung unterliegen, PV auf Nebengebäuden unterliegen einer Beschränkung von 100 Quadratmetern, was auf landwirtschaftlichen Gebäuden beispielsweise recht schnell gegeben ist. „Um die Energiewende zu schaffen, braucht es zusätzliche Anreize und eine klare Positionierung so viele Dächer wie möglich unbürokratisch zu Sonnenkraftwerken zu machen,“ appelliert Voglauer.

PV-Anlagen musste man bisher pauschal erst ab 40 Quadratmetern bewilligen lassen. Nun ist jede PV-Anlage, die nicht ins Dach oder die Fassade integriert ist oder parallel dazu ausgeführt wird, bewilligungspflichtig-egal wie klein oder groß.

Ungleichbehandlung von PV-Anlagen bleibt bestehen.

„Hier wurde anscheinend auf Flachdächer vergessen. Anlagen auf Ständern gelten als bauliche Anlagen und müssen bewilligt werden.Es gab in der Vergangenheit mehrere Anregungen hier großzügiger vorzugehen – die Steiermark wurde einige Male als Vorbild genannt. Die ungleiche Behandlung von PV-Anlagen hätte nunmehr aufgehoben werden und auch bewilligungsfrei gestellt werden können.So ist dieses Gesetzkeine Erleichterung für PV-freudige Bauwerber*innen, denneine Meldung muss jedenfalls abgegeben werden und auf Flachdächern oder Nebengebäuden ab 100 Quadratmeternmuss eine Bewilligung eingeholt werden. So fördert man die Dezentralisierung nicht

Auch die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist eher restriktivsowie auch die Auflagen für Radstellplätze. Leider wurde das Potential nicht ausgeschöpft“, so Voglauer.