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am 17. Mai

See- und Uferreinigung: Gemeinsam für einen sauberen Wörthersee

Gabriele Hadl - 10 Säcke Mist in 2 Stunden: Cleanup der Grünen Pörtschach, Umwelttauchclub Kärnten, Grüne Jugend Kärnten und Tauchshop Klagenfurt war ein voller Erfolg.

​Pörtschach.– Mit den steigenden Temperaturen im Frühling zieht es die Menschen wieder nach draußen. Spazierengehen und picknicken stehen hoch im Kurs, bald öffnen auch die Bäder. Dabei landet viel Müll in der Natur. Besonders Gewässer und der sensible Schilfgürtel leiden darunter. Ein Problem, auf das die Grünen Kärnten hinweisen möchten. In Pörtschach wurde daher am Samstag, 15.5., gemeinsam mit dem Umwelttauchclub Kärnten, dem Tauchshop Klagenfurt, der internationalen Cleanup-Organisation 1PieceEach und der Grünen Jugend Kärnten am und im Wörthersee aufgeräumt. ​

Am, im und unter Wasser im Einsatz für die Umwelt.

​Drei Teams schwärmten aus: Taucher*innen suchten den Seeboden entlang der Schlangeninsel ab. Das Stand-up-Paddel Team (inkl. Hund) sammelte entlang des Schilfgürtels von Landspitz und Schlangeninsel. Die Landtruppe reinigte rund um den Landspitz und entlang der Seepromenade. Trotz Vorreinigung durch Bauhof und Fischereiverein kamen in nur 2 Stunden weitere 10 Müllsäcke zusammen.​

„In der Gruppe war eine tolle Stimmung, wir haben viel gelacht über die teilweise absurden Dinge, die wir gefunden haben wie Actionfiguren und Toilettenteile. Ich hoffe, wir können solche Cleanups öfter stattfinden lassen. Das Bewusstsein der Menschen für die Auswirkungen von Littering muss noch geschärft werden”, sagt Gabriele Hadl, Gemeinderätin der Grünen in Pörtschach. ​

„Dieses Mal haben wir großteils Flaschen und Plastikteile geborgen. Aber man könnte ein ganzes Hotel einrichten mit vor Jahrzehnten versenkten Objekten in anderen Teilen der Westbucht, von Waschbecken über Kachelöfen bis zu Gartenmöbeln. Die wurden damals im Winter zur Entsorgung ​aufs Eis geschleppt oder einfach nur am Ufer ins Wasser gekippt. Es wird noch dauern, bis wir die Sünden der Vergangenheit aufgeräumt haben“, berichtet Marion Puschmann, Obfrau des Umwelttauchclubs Kärnten, der Seen in ganz Kärnten reinigt. Weltkriegsrelikte wurden dieses Mal keine entdeckt, wohl aber Öltonnen, die allerdings noch nicht geborgen werden konnten.​

Zigarettenstummel werden zum Problem.​

Im Uferbereich ist in den letzten Jahren das Müllaufkommen erfreulicherweise gesunken (laut Fischereiverein). Trotzdem fanden sich zahlreiche Plastikteile (Flaschen, Verpackungen) und schwimmende Objekte wie Schlauchboote, Bälle und Fender, die als Mikroplastik enden würden.​

An Land fielen Zigarettenstumme lunter den Bänken auf, deren gefährliche Umweltgifte über Jahrzehnte nachwirken. „Einmal habe ich gesehen, wie ein Vogel versucht hat, seinem Jungen einen zu füttern! Von Hunden gefressen können sie Vergiftungserscheinungen verursachen und schaden auch Fischen“, erzählt Hadl.​

Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten und Nationalratsabgeordnete, überreichte einen Anerkennungspokal an den Umwelttauchklub: „Ich hoffe, wir können damit Leute inspirieren, ihren Plastikkonsum einzuschränken und herumliegenden Müll einzusammeln. Beim Spazierengehen einfach eine Müllklaue mitbringen, das befriedigt den Sammlertrieb. Aber dieses Problem kann nicht von Einzelnen gelöst werden. Es braucht ein Plastikpfand und stärkeren Naturschutzmaßnahmen, auch auf Landes-und Gemeindeebene.“​