gruene.at
Navigation:
am 26. Jänner

Klimaschutz: Nichtstun kostet 1Mrd./Jahr

Rolf Holub - Österreichs Nichtstun beim Klimaschutz kostet schon jetzt eine Milliarde Euro pro Jahr. Klimaschutz-LandesrätInnen legen Bundesministerin Köstinger Kärntner Klimaschutz-Manifest vor

Die Klimaschutz-ReferentInnen der Bundesländer haben sich unter dem derzeitigen Vorsitzenden, Kärntner Landesrat Rolf Holub von den Grünen, bei ihrer Konferenz in Klagenfurt auf ein gemeinsames Klimaschutz-Manifest geeinigt. Mit der zuständigen Ministerin Elisabeth Köstinger wurden die Eckpunkte besprochen. Die Klimaschutz-ReferentInnen weisen in ihrem Manifest darauf hin, dass Österreich laut Umweltbundesamt weit von seinen Klimazielen entfernt ist. „Uniprofessor Carl Steininger vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel in Graz hat berechnet, dass Österreichs Nichtstun gegen die Folgen der Klimakatastrophe – also die ,Costs of inaction‘ - schon heute durchschnittlich eine Milliarde Euro pro Jahr ausmachen - etwa durch Wetterextreme, Dürren oder Schäden im Tourismus und der Energiewirtschaft. Bis Mitte des Jahrhunderts werden diese Kosten auf 4,2 bis 8,8 Milliarden Euro pro Jahr steigen“, erläutert Landesrat Holub.

Die VertreterInnen der einzelnen Bundesländer mahnen in ihrem Beschluss dringend notwendige Maßnahmen auf Bundesebene ein. Bei ihrem Treffen mit ÖVP-Ressortleiterin Köstinger betonten sie, dass sie in ihren Bundesländern bereits Eigeninitiative entwickelt und ihre eigenen Strategien ausgearbeitet haben. „Große Herausforderungen brauchen die richtige Strategie. Sowohl mit dem Energie- als auch mit dem Mobilitätsmasterplan senken wir in Kärnten langfristig die CO2-Emissionen. Dazu haben wir erst kürzlich mit dem LÖWEN.TICKET als Pilotprojekt die erste Netzkarte für alle Öffentlichen Verkehrsmittel in Kärnten eingeführt“, hebt etwa Holub hervor.

Die Salzburger LH-Stellvertreterin Astrid Rössler unterstreicht, dass „der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch in Salzburg bereits bei über 48 Prozent liegt“.  Diese Entwicklung sei der konsequenten Förderung von Biomasse, Wasserkraft und Photovoltaik zu verdanken.  Die Umweltreferentin von Tirol, LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe, setzt ihren Hebel beim „zentralen Bedürfnis“ Mobilität an. „43 Prozent der Energie brauchen wir im Verkehrssektor. Neben der Einführung des Luft- und Lärmhunderters und des Müll- und Schrottfahrverbots auf der Inntalautobahn freue ich mich daher besonders darüber, dass wir mit dem neuen Tirol-Ticket um 490 Euro – mit zusätzlichen Vergünstigungen für junge Menschen und SeniorInnen - eine Vorreiterrolle in der Mobilitätswende einnehmen.“

Auch in den anderen Bundesländern von Vorarlberg bis Wien wurden schon notwendige Schritte gesetzt. Nun sei es aber endlich an der Zeit, dass auch die Bundespolitik und die neue Ministerin Voraussetzungen schafft, die Klimaziele Österreichs auch wirklich zu erreichen, fordern alle ReferentInnen unisono.​