gruene.at
Navigation:
am 25. April

Voglauer zum Tag des Baumes: Der Wald braucht Hilfe.

Olga Voglauer - Die Landesregierung hat zwar Gelder für zusätzliche Holzlagerplätze zugesagt, diese müssen nun aber rasch bewilligt werden. „Derzeit hoffen wir für den Wald auf einen nassen, kalten Mai –sollte der nicht kommen, müssen wir vorbereitet sein“, fordert Voglauer

​Klimawandel und Corona machen dem Waldund der Forstwirtschaft zu schaffen.

Klagenfurt –„Der rasch fortschreitende Klimawandel gefährdet unseren Wald. Die akute Trockenheit begünstigt die Massenvermehrung des Borkenkäfersin den von Schneebruch und Stürmen vorgeschädigten Kärntner Wäldern“, erklärt NR Olga Voglauer, Landessprecherin der Kärntner Grünen. Anlässlich des heutigen Tages des Baumes fordert sie die Landesregierung zum schnellen Handeln auf: „Schützen wir doch endlich unseren Wald und helfen wir den durch die Corona-Krise in die Klemme geratenen Waldbäuer*innen.“​



Problematische Situation kann sich zu einer Katastrophe entwickeln.

»Der Holz-Absatz ist wegen der Pandemie stark eingeschränkt, die Holzpreise sind miserabel. Wenn der Holzpreis die Erntekosten nicht mehr deckt,wird das Schadholz nicht mehr aus den Wäldern abtransportiert und bietet dem Borkenkäfer paradiesische Zustände. Die problematische Situation kann sich dann auch auf die Bannwälder und den Lawinenschutz ausweiten. So weit darf es nicht kommen“, so Voglauer. Nicht unbedingt notwendige Nutzungen müssen hintangestellt werden, es gehe nun vor allem darum, Schadholz aufzuarbeiten, um Borkenkäfer-Befall so gut es geht zu minimieren. Bis jetzt befinde sich Kärnten noch in der glücklichen Situation, aus dem Vorjahr mit einem relativ geringen Bestand an Borkenkäfern belastet zu sein –das wird sich bei dem trockenen, heißen Wetter allerdings schon mit der nächsten Käfer-Generation schlagartig ändern. Die Landesregierung hat zwar Gelder für zusätzliche Holzlagerplätze zugesagt, diese müssen nun aber rasch bewilligt werden. „Derzeit hoffen wir für den Wald auf einen nassen, kalten Mai –sollte der nicht kommen, müssen wir vorbereitet sein“, fordert Voglauer und denkt hierbei vor allem an Nasslagerplätze zur Zwischenlagerung von Schadholz. Eine Begiftung von Käferholzschadedem gesamten Ökosystem, nicht nur dem Borkenkäfer: „Jede Chemiekeule, die ausgebracht wird, ist eine zu viel“, sagt Voglauer​.


Wir müssen die Bauern und Händler unterstützen.

„Es ist wichtig, den Absatz zu fördern, damit das Schadholz auch aus den Wäldern gebracht wird. Möglichkeiten dafür gibt es viele –ich denke dabei etwa an Biomasse-Kraftwerkeoder die Steigerung des Holzverbrauchsfür öffentliche Bauten“ appelliert Voglauer an die Verantwortung der zuständigen Vertreter in der Landesregierung. Der italienische Markt liege darnieder. Gerade deswegen, müsse man den Absatz in Kärnten ankurbeln. Dazu müssen die Holzbauvorschriften holzfreundlicher gestaltet werden: „Was andere Länder schaffen, können wir auch –wir können zum Beispiel bei den Vorschriften zur Höhe von Holzbauwerken anfangen.“


Ökostrom rettet den Wald.

Eine weitere Möglichkeit, den Holzverbrauch anzukurbeln,um Borkenkäferholz aus dem Wald zu bekommen,sieht Voglauer beim Ökostrom. „In Kärnten sind die Biomasse-Kraftwerke in Gmünd, St. Andrä und Klagenfurt viel zu lange stillgestanden, weil der Kärntner Landtag im Gegensatz zu anderen Bundesländern bis Dienstag dieser Woche kein Ausführungsgesetz für die Verlängerung der Ökostromförderungen beschlossen hatte. Hier war Umweltlandesrätin Sara Schaar seit einem Jahr säumig. Jetzt wurde zwar das Gesetz von der Landesregierung beschlossen, das reicht aber noch nicht. Es muss auch so rasch wie möglich in Kraft treten –hier sind keine Verzögerungen mehr möglich, jeder Tag zählt“,so Voglauer abschließend.​​


Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen Kärnten

Mag. Katrin Waldner

Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

0664/831 75 34

katrin.waldner@gruene.at