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am 12. September

Die Folgen der Vogel-Strauß-Klimapolitik

Matthias Köchl, Michael Johann - Extreme Hurrikans und Gewitterstürme sind Warnzeichen für Vogel-Strauß-Klimapolitik. Nur starke Grüne sind ein Garant für eine engagierte Klimapolitik

„Den Klimawandel zu leugnen oder zu ignorieren schützt nicht vor der Klimakatastrophe“, erklärt der Grüne Nationalratsabgeordnete und Kärntner Spitzenkandidat Matthias Köchl. „Es ist allerhöchste Zeit, aktiv zu werden und die Verpflichtungen des Pariser Klimavertrags umzusetzen. Nur starke Grüne im Parlament sind ein Garant für eine engagierte Klimapolitik. Wir Grünen haben bei der Reform des Ökostromgesetzes vor dem Sommer erfolgreich durchgesetzt, dass allein für die Windkraft 600 Mio. Euro mobilisiert werden.“ Köchl fordert für Österreich einen Energie- und einen Mobilitätsmasterplan nach dem Vorbild Kärntens. Durch ein kostengünstiges Österreichticket soll der öffentliche Verkehr attraktiv gemacht werden.

„In der Karibik, auf Kuba, in Florida wütet mit Irma der schlimmste Hurrikan, der seit Beginn der menschlichen Aufzeichnungen im Atlantik beobachtet wurde. Wie von Klimaforschern vorhergesagt nimmt aufgrund der stärkeren Erwärmung der Meere die Stärke der Hurrikans zu“, erklärt der Grüne Landtagsabgeordnete und Klubobfrau-Stellvertreter Michael Johann. „Wir hoffen für die Betroffenen und rufen die EU zur Unterstützung auf – schließlich sind auch europäische Überseegebiete betroffen.“

„Die Auswirkungen des Klimawandels waren diesen Sommer auch in Kärnten heftig zu spüren: Katastrophale Hagelunwetter, Gewitterstürme, die im Wald tausende Hektar Wald umknickten und Hitzeperioden, die die Vermehrung des Borkenkäfers in unseren Wäldern begünstigten“, ist Johann besorgt. „Der Klimawandel ist immer stärker zu spüren. Dabei beträgt der Anstieg der globalen Mitteltemperatur erst 0,8 Grad. Prognosen gehen aber von 4 Grad und mehr bis zum Jahr 2100 aus, wenn es nicht gelingt, entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen. Für Kärnten ist die Lage besonders ernst, weil die Prognosen aufgrund der klimatischen Bedingungen von einer Erwärmung ausgehen, die etwa doppelt so hoch wie im globalen Schnitt ausfallen.“

„Leider haben ÖVP und SPÖ in jahrzehntelanger Regierungsarbeit kaum etwas weitergebracht um Österreichs Treibhausgasemissionen zu senken“ kritisiert Köchl. „Die Forderung der ÖVP nach einer Ausschreibungspflicht für Bahnstrecken klingt nach einer gefährlichen Drohung, weil darunter die Qualität des Personenverkehrs leiden wird.  Wir erinnern: Die Zerschlagung der ÖBB unter der schwarz-blauen Regierung hat zu aufgeblähten und ineffizienten Strukturen geführt und im Bereich des Güterverkehrs hunderte Millionen Euro für finanzielle Abenteuer in Ungarn und Italien gekostet.“

Dem fügt Köchl hinzu: „Aus dem Regierungsbeitritt der FPÖ ist für Österreichs Klimapolitik nichts Positives zu erwarten, weil FP-Chef Strache den Klimawandel überhaupt leugnet. Er wird wie Präsident Trump erkennen müssen, dass eine Kopf-in-den-Sand-Politik nicht verhindern kann, dass unser Land von klimabedingten Wetterereignissen voll getroffen werden wird.“