gruene.at
Navigation:
am 19. Dezember 2012

Bienen müssen umfassend geschützt werden

Die Grünen Kärnten - Zur Bekämpfung der invasiven Ausbreitung des Maiswurzelbohrers werden in Kärnten schädliche Maissaatgut-Beizmittel eingesetzt. Das gefährdert die heimischen Bienen.

Niemand bestreitet, dass der Maiswurzelbohrer gefährlich für die Landwirtschaft ist. Allerdings gibt es eine einfache, natürliche und effektive Methode zu seiner Bekämpfung: Die Fruchtfolge. 

Dieser Meinung ist auch die Landwirtschaftskammer. Jedoch wird wegen angenommener Ernteeinbußen vermehrt auf Neonicotinoide zurückgegriffen. Die Anwendung des Beizmittels hat das Bienensterben als drastischen ökotoxikologischen Effekt zur Konsequenz. Der Zusammenhang zwischen dem Einsatz des Beizmittels und dem Bienensterben ist wissenschaftlich belegt. In Deutschland und Italien wurde infolgedessen die Ausbringung des Maisbeizmittels zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers verboten.

Eine Kombination aus Information und Verboten

Die Maßnahmen in Kärnten sind hingegen weniger umfassend, da lediglich eine Verordnung erlassen wurde, wonach das Insektizid verpflichtend nur mittels der Anwendung von pneumatischen Sämaschinen (Verringerung der Problematik der Windabdrift) ausgebracht werden darf. Das mindert das Risiko jedoch nur geringfügig und ist weder ökologisch nachhaltig noch effizient. 

Die Grünen fordern deshalb ein Verbot von Maissaatgut-Beizmittel aus der Gruppe der Neonicotinoide: „Hier ist vor allem der Bundesminister gefordert, der nun ein vollständiges Verbot erlassen muss“, so Grünen-Landtagsabgeordneter Rolf Holub. „Gleichzeitig soll ein Anreizsystem für die Bäuerinnen und Bauern geschaffen werden um einen freiwilligen Umstieg von Pestiziden zur Fruchtfolge zu erleichtern und eventuelle Einbußen ausgleichen zu können.“ Ebenso nötig ist eine umfassende Informationskampagne für die Kärntner Bäuerinnen und Bauern zu den Themen Maiswurzelbohrer, Bienensterben, Pestizide, Fruchtfolge und Konsumentenschutz.​​