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am 14. April

Schutz für Carnica-Biene

Marion Mitsche - Schutz unserer heimischen Carnica-Biene geht vor Profitdenken einzelner Imker „Tausendfacher Bienenmord“ sei sachlich unrichtige Unterstellung, vielmehr schütze Gesetz die heimische Biene

Die Kärntner Grünen sprechen sich für den Erhalt und Schutz der Carnica-Biene aus und gegen Bestrebungen einiger Imker, das entsprechende Schutzgesetz in letzter Minute mit einer Ausnahmeregelung zu verwässern. Das stellt die Landessprecherin der Kärntner Grünen, Marion Mitsche, klar: „Einige Imker, die die Hybridbiene „Buckfast“ bevorzugen, versuchen, mit reißerischen Petitionen gegen das Gesetz Stimmung zu machen.

Dabei wird nicht davor zurückgeschreckt, von „tausenfachem Bienenmord“ zu sprechen, obwohl diese Behauptung fachlich falsch ist, was den betroffenen Imkern bewusst sein müsste.“ Mitsche stellt richtig: „Der eigentliche `Bienenmord´ geschieht, wenn man eine Hybridbiene in ein Gebiet einschleppt, in dem noch eine natürliche Rassen-Population - wie in Kärnten die Carnica - heimisch ist. Die fremdrassigen Bienen vermischen sich durch unkontrollierte Paarung mit der heimischen Rasse was zu Folge hat, dass diese die heimische Rasse verdrängt. Evolutionär gewachsenes und perfekt an die regionalen Bedingungen angepasstes Erbgut geht unwiederbringlich verloren.“

Es sei auch nicht richtig, so Mitsche, dass das Gesetz das aktive Töten von „Buckfast“-Bienenvölkern verlange. Vielmehr sei nur vorgesehen, dass die „Buckfast“-Königinnen gegen „Carnica“-Königinnen ausgetauscht werden. „Bienenköniginnen werden von den ImkerInnen ohnehin regelmäßig ausgetauscht. Ersetzt man die „Buckfast“ durch die „Carnica“, so entwickelt sich ein Carnica-Stock, ohne dass das Volk getötet werden muss“, erläutert Mitsche. Sie tritt auch Gerüchten entgegen, wonach die „Buckfast“ mehr Honig gebe: „Es gibt keine Studien, die das belegen. Ich bin optimistisch, dass das Kärntner Bienenzuchtgesetz hält und die Kärntner ImkerInnen künftig unsere heimische Carnica züchten, die wesentlich besser an unsere Umweltbedingungen angepasst ist.“