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am 20. Mai

Qual-Transporte von Kälbern aufgedeckt.

Alexander Rabitsch, Olga Voglauer - Ferlacher Tierarzt Alexander Rabitsch deckt grausame Kälber-Transporte quer durch Österreich auf. Viele Tiere sind verendet.

"​Nur zwei bis drei Wochen sind die Kälber alt, die über einen Umweg von 500km quer durch Österreich gekarrt werden. Die Tiere sind empfindlich – besonders in der Zeit, wenn der Schutz durch die Muttermilch nicht mehr besteht, das eigene Immunsystem aber noch besonders anfällig für Erreger und Keime ist. Die Tiere brauchen Unmengen an Antibiotika, um die Strapazen zu überstehen – und trotzdem schaffen es viele nicht und verenden qualvoll", erklärt Alexander Rabitsch, Tierschutzsprecher der Grünen Kärnten.

Kommt dann noch dazu, dass die erlaubten Transportzeiten überschritten werden, ist das ein Skandal. Einen solchen konnte Tierarzt Alexander Rabitsch vor kurzem aufdecken.​

Es braucht Impfschutz, regionale Direkttransporte und ein Mindestalter.​

„Beinahe ein Drittel der Kälber ist wegen der Strapazen gestorben – und jetzt kommt dazu eine zweite Welle und noch mehr Tiere verenden. Das muss aufhören“, fordert Rabitsch. ​

„Ein Problem war, dass die Transportzeiten nicht eingehalten wurden. In Österreich ist der Transport von Nutztieren über höchstens 8 Stunden erlaubt. Außerdem muss der Transport laut EU-Recht auf der kürzestmöglichen Strecke erfolgen – auch das war hier nicht der Fall. Wenn ein angegebener Bestimmungsort erreicht wird, müssen die Tiere dort 48 h verbleiben und nicht wie im gegenständlichen Fall nach wenigen Stunden weiterbefördert werden. Auch das wurde nicht eingehalten“, erklärt Rabitsch. ​

Die Tiere wurden nicht auf direktem Weg von der Steiermark oder von Kärnten nach Niederösterreich gebracht, sondern zum Sortieren nach Salzburg gekarrt. Dort wirdausgelesen. „Die stärkeren Tiere gehen vermutlich nach Spanien, die schwächeren nach Niederösterreich. So haben die Kälber tagelange Strapazen zu erdulden – und machen einen​ Umweg von 500 Kilometern“, berichtet Rabitsch, der schon länger in der Sache recherchiert hat.​

„DiesesTierleid ist nicht tolerierbar! Es braucht Impfschutz, regionale Direkttransporte und ein Mindestalter der Kälber von 5 Wochen“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten. ​