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am 30. April

Eltern dürfen nicht auf den Kinderbetreuungs-Kosten sitzen bleiben.

Olga Voglauer - Viele Familien sind gerade in den letzten Wochen an die Grenzen des Machbaren gestoßen. Bei vielen kommt die Angst um die wirtschaftliche Existenz noch dazu.

Eltern dürfen nicht auf den Kinderbetreuungs-Kosten sitzen bleiben.

Klagenfurt – „Landeshauptmann Kaiser hält seine Versprechen nicht – er kürzt das Kinderstipendium und belastet damit  Eltern in einer so schwierigen Situation. Alles auf die Eltern abwälzen, weil sich das Land drückt. So geht das nicht“, ist Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen in Kärnten und Nationalratsabgeordnete verärgert.  ​

Fehlende Beiträge würden von manchen Kindergartenbetreibern den Eltern oder Gemeinden aufgebrummt:  „Sowohl die Betreiber als auch die Eltern werden vom Land allein gelassen. Denn private Kindergartenbetreiber bleiben auf Mietkosten und vielen anderen Kosten sitzen. Die Elternbeiträge sollen auf Wunsch des Landes reduziert werden. Und das Kinderstipendium wird gekürzt. Wie soll sich das ausgehen?“, fragt Voglauer. In vielen Fällen müssten die Gemeinden einspringen, die ohnehin durch fehlende Einnahmen der letzten Monate vor ungeahnten finanziellen Problemen stehen. Das Land dürfe sich hier nicht abputzen. Wenn die privaten Kindergärten und        -krippen zusperren müssten, stünde Kärnten erst recht vor einem Problem. „Es gibt jetzt schon zu wenig Kinderbetreuungsplätze. Das verschlimmert die ohnehin schon schwierige Situation für Familien und Frauen“, sagt Voglauer.

Keine Poltik am Rücken der Frauen.

​„Wir haben gesehen, dass es vor allem Frauen sind, die das Land durch die Krise tragen: Da haben sich alle möglichst öffentlich bedankt. Wenn es dann um Realpolitik geht, sind die Anliegen von Frauen und Familien plötzlich wieder weit hinten gereiht. Hier muss umgedacht werden“, fordert Voglauer.

​Viele Familien sind gerade in den letzten Wochen an die Grenzen des Machbaren gestoßen. Bei vielen kommt die Angst um die wirtschaftliche Existenz noch dazu. „Anlässlich des 1. Mai, einem Tag, an dem traditionell die Solidarität in den Vordergrund gerückt wird, fordern die Grünen nicht nur das Kinderstipendium sofort in voller Höhe wieder auszuzahlen, sondern auch einen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vor allem für Kleinkinder ab 1 Jahr. Außerdem muss im Tarif-Urwald aufgeräumt werden. Es geht nicht, dass die Kinderbetreuung in jeder Gemeinde und bei jedem Anbieter unterschiedlich viel kostet. Kinderbetreuungsplätze sollen allen Familien zur Verfügung stehen – und das zumindest vormittags kostenlos. Andere Länder zeigen vor, dass das möglich ist“ so Voglauer. Auch die Betreuung in Klein-Gruppen müsse ausgebaut werden – damit man für die nächste Krise besser gerüstet sei. „Auch hier muss das Land einspringen. Es wird nicht gehen, dass Kindergarten- oder Kleinkindgruppen von privaten Einrichtungen oder Gemeinden mit der Hälfte der Kinder ohne Zuschüsse wirtschaftlich geführt werden. Hier können wir sehen, was uns unsere Kinder und damit auch unsere Zukunft wirklich wert sind“, erklärt Voglauer. Dass die Kärntner SPÖ zeitgleich in ihrer Parteizeitung, die an die Haushalte ausgesendet wurde, ein Auto für ein Jahr verlost, passe noch weniger ins Bild.   

​Rückfragen & Kontakt:​​​

​Die Grünen Kärnten 

Mag. Katrin Waldner 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0664/831 75 34

katrin.waldner@gruene.at ​