gruene.at
Navigation:
am 18. Juni

BOKU Studie bestätigt: Systemwandel in der Land­wirt­schaft notwendig für sichere Ver­sor­gung

Olga Voglauer - Wir müssen dringend unseren Fleischkonsum reduzieren, unsere Tierhaltung auf artgerechte Weide- und Freilandhaltung umstellen, und die freigewordenen Flächen aus der Futtermittelproduktion für den Anbau von Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten nutzen.“ so Voglauer

Wien (OTS) - Die heute von der BOKU präsentierte und von Greenpeace beauftragte Studie zeigt klar auf: Die EU liegt mit den in der Farm to Fork Strategie und Biodiversitätsstrategie festgelegten Zielen völlig richtig. Als größte Gefahr für die Versorgungssicherheit werden Klimakrise, Bodenversiegelung und der Flächenverbrauch durch die Fleischproduktion genannt. Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, stellt klar: „Die Landwirtschaft braucht eine intakte Umwelt, um langfristig ausreichend Lebensmittel zu produzieren. Jetzt ist der letztmögliche Zeitpunkt die Weichen zu stellen, um einerseits die bäuerlichen Einkommen zu sichern und andererseits Anreize dafür zu schaffen um innerhalb der Landwirtschaft die unterversorgten Produktionszweige zu stärken.“ Greenpeace zeigt mit seinem 10-Punkte Programm für eine krisensichere Landwirtschaft auf, dass die Richtung klar hin zur biologischen Landwirtschaft führen muss. Die Ziele der Farm to Fork Strategie, wie die Reduktion des Pestizid- und Düngemitteleinsatzes sind wichtige Ansätze dorthin.

Die BOKU Studie zeigt aber auch auf, dass es einen Wandel im Gesamtsystem braucht. Voglauer: „Wenn wir 80% der landwirtschaftlichen Fläche Österreichs für die Haltung von Nutztieren bzw. die Produktion von Futtermitteln verwenden, dann läuft etwas falsch und führt zu sinkenden Einkommen unserer bäuerlichen Familienbetriebe. Wir müssen dringend unseren Fleischkonsum reduzieren, unsere Tierhaltung auf artgerechte Weide- und Freilandhaltung umstellen, und die freigewordenen Flächen aus der Futtermittelproduktion für den Anbau von Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchten nutzen.“

Die derzeit laufenden Verhandlungen zu den EU-Agrarförderungen und deren Umsetzung in Österreich will Voglauer nutzen: „Ich bin überzeugt, dass wir mit einer starken Förderung der Bio-Landwirtschaft und vor allem des Bio-Einstiegs unsere Bio-Flächen und damit auch die Versorgungssicherheit weiter erhöhen können. Mit den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung wie der Herkunftskennzeichnung, können wir den notwendigen Wandel in der Landwirtschaft schaffen und gleichzeitig die vielen bäuerlichen Familienbetriebe erhalten!“

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at