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am 4. Jänner 2013

Grüne Ansätze zur Kulturpolitik in Kärnten 2013

Die Grünen Kärnten - 13 Jahre freiheitliche Kulturpolitik sind mehr als genug. Wir Grünen haben einige Vorschläge, wie es besser zu machen wäre.

Freiheitliche Kulturpolitik

Die Begünstigten werden meist danach ausgewählt, ob sie politisch wohl nicht auffällig geworden sind. Weniger Angepasste haben seither zu kämpfen: um Subventionen, um Auftrittsmöglichkeiten, um Aufträge, um (Frei)räume und nicht zuletzt oft um ihre Existenz. Sie resignieren schließlich und suchen wegen Kommunikationsverweigerung und Aussichtslosigkeit erst gar nicht mehr um Förderungen an.

Die Volkskultur räumt seit 1999 den Großteil der Kulturförderungen ab. Auch kommerzielle Groß-Events, die den Massengeschmack treffen, werden üppig subventioniert. So verbaut beispielsweise das feuchte Millionengrab Seebühne in der Ostbucht nicht nur den freien Blick auf den Wörthersee, sondern verschlingt für seine zugekauften Veranstaltungen außerdem die verfügbaren Mittel, welche sonst freien Kulturinitiativen zukommen könnten.

Heimatherbst und Schlagerfeste wie die Starnacht, Carmen Nebel oder Silvesterstadel, aber auch andere rein kommerzielle Veranstaltungen belasten das Kulturbudget von Stadt und Land, wobei weder der touristische Werbewert noch die Wertschöpfung belegt werden können. Eine weitere Schieflage zeigte sich auch bei der Verleihung des Landeskultur preises 2011: Alle zwölf Preise der diversen Sparten sowie die Würdigungspreise gingen an Männer!​

Eine neue Kulturpolitik muss her!

Unsere Sofortmaßnahmen:

1. das Kulturressort aus der Umklammerung der Freiheitlichen lösen.

2. Einen sofortigen Subventionsstopp für rein kommerzielle Events verfügen.

3. Von den dadurch eingesparten Beträgen jeweils gleich viel Mittel für die

Freien Kulturinitiativen, die Literatur, zeitgenössische Kunst und die

Volkskultur vergeben.

4. Die IG KIKK (Interessengemeinschaft der Kulturinitiativen Kärnten/Koroška)

vertritt die Freien Kulturinitiativen. Sie soll ab nun über ausreichende

Mittel verfügen (Vgl. mit der Kulturplattform KUPF in OÖ).

5. Die Kärntner Kultur-Plattform KTN_KULT_NET versteht sich als Vernetzung

in Kooperation mit der IG KIKK, welche die Freien Kulturinitiativen vertritt.

Die Forderungen der freien Szene werden von uns Grünen politisch

umgesetzt. ​