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am 4. Jänner 2013

Blaue Kulturpolitik in Kärnten - von 1999 bis heute

Die Grünen Kärnten - Das Nachrichtenmagazin „der Spiegel“ bezeichnete 2000 Jörg Haider als kuriose Fehlbesetzung - knapp ein Jahr, nachdem er Kulturreferent geworden war. Völlig zurecht, wie sich auch heute noch zeigt.

In den neun Jahren bis zu seinem Tod verließen viele Künstlerinnen und Künstler Kärnten, die freie Kulturszene wurde von ihm systematisch ausgehungert und gespalten. Haiders Nachfolger Harald Dobernig konnte mit kritischen Kulturschaffenden überhaupt nichts anfangen und ignorierte sie einfach, während er die Hochkultur irgendwie verwalten ließ. Froh, die Hochkultur 2012 an den neuen ÖVP-Landesrat Wolfgang Waldner los geworden zu sein, kann sich Dobernig nun ganz der Volkskultur widmen.

Nach wie vor keine Besserung in Sicht

Hatten nun die Kärntner Kulturschaffenden nach 13 Jahren blauer Kulturpolitik hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt, wurden diese Hoffnungen jäh wieder zunichte gemacht: Waldner hatte ausgerechnet Haiders umstrittene Kulturamtsleiterin Erika Napetschnig zu seiner Büroleiterin gemacht! 

Unangepasste Kulturschaffende, die von Napetschnig all die Jahre zu Bittstellern degradiert worden waren, müssen jetzt wieder vor ihren Schreibtisch hintreten, wenn sie um Subventionen ansuchen wollen. Auch die Sammlung des Kärnter Landesmuseums Rudolfinums befindet sich in einem bemitleidenswerten Zustand. Es wird Zeit, sich wieder der Kultur zu widmen.​