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am 6. Juni

Misteltherapie durch GKK finanziert

Barbara Lesjak - Kärntner Landtag einstimmig für die Finanzierung der Misteltherapie durch die GKK. Parteiübergreifender Schulterschluss für die Kärntner KrebspatientInnen

Mit dem heutigen einstimmigen Beschluss im Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtags wird die Landesregierung auf Initiative der Grünen aufgefordert, in Verhandlungen mit der Kärntner Gebietskrankenkasse sicherzustellen, dass KrebspatientInnen auch weiterhin die Misteltherapie im Rahmen ihrer Behandlung als inkludierte Versicherungsleistung in Anspruch nehmen können. Dem vorangegangen war ein gemeinsamer Antrag aller im Kärntner Landtag vertretenen weiblichen Abgeordneten, die sich mit ihrer Unterschrift hinter die vielen KrebspatientInnen, die sich die Misteltherapie aus eigener Tasche finanzieren müssen, stellen. „Das gemeinsame Bekenntnis sowie der einstimmige Beschluss im Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtags sind ein Beweis dafür, dass wir bei wichtigen Themen und Anliegen parteiübergreifend an einem Strang ziehen und uns für die Kärntnerinnen und Kärntner einsetzen“, so die Klubobfrau der Grünen im Kärntner Landtag, Barbara Lesjak.

„Die Kärntner Gebietskrankenkasse hat die Kosten für Mistelpräparate zehn Jahre lang übernommen, mit 1. März 2017 wurden diese aus dem Erstattungskodex gestrichen. In Wien, der Steiermark, in Ober- und Niederösterreich zahlt die GKK weiterhin dafür. Das Einsparungspotential durch die Nichtfinanzierung der Misteltherapie für die Kärntner Gebietskrankenkasse beläuft sich auf etwa 70.000,- Euro. Auch wenn der Chefarzt der GKK im heutigen Ausschuss nicht plausibel erklären konnte, wieso die Finanzierung der Misteltherapie eingestellt wurde, wurde diese Entscheidung damit begründet, dass diese Therapie den Krebs nicht heilen könne. Dies obwohl viele anerkannte OnkologInnen und viele KrebspatientInnen davon überzeugt sind, dass die Misteltherapie ein wesentlicher Bestandteil der Komplementärmedizin der Onkologie ist. Diese Therapie kann die Lebensqualität von KrebspatientInnen entscheidend verbessern“, erklärt Lesjak, die darauf hinweist, dass von der Nichtfinanzierung der Misteltherapie durch die GKK vor allem Brustkrebspatientinnen betroffen wären, da die Therapie speziell bei dieser Krebsart oft Linderung verschafft.

„Wir dürfen das Gesundheitssystem nicht zu einem Zweiklassensystem verkommen lassen, schließlich können sich viele PatientInnen diese Therapie schlichtweg nicht leisten“, so Lesjak und sagt abschließend: „Deswegen setzen wir uns als Kärntner Landtag geschlossen dafür ein, dass die Misteltherapiekosten wieder von der GKK übernommen werden. Ich bedanke mich hiermit bei allen im Kärntner Landtag vertretenen Parteien, dass dieser Beschluss einstimmig gefasst werden konnte.“