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am 11. Oktober 2012

Biokampagne der Grünen - 100% Bio. Ja, es geht!

Die Grünen Kärnten - Kärntenweite Bio-Kampagne macht auf Wichtigkeit von Bio-Essen aufmerksam. Alle öffentlichen Einrichtungen Kärntens sollen in Zukunft Bio-Essen anbieten. Grünen-Anträge in Landtag & Gemeinderäten

Positive Zwischenbilanz zieht Grünen-Landtagsabgeordneter Rolf Holub über die Bio-Kampagne der Grünen, die in dieser Woche kärntenweit stattfindet: „Wir möchten mit der Bio-Kampagne so viele Menschen wie möglich über den großen Wert von biologischen Essen für unsere Gesundheit informieren. Daher sind wir in dieser Woche in ganz Kärnten unterwegs. Die Resonanz, die wir bekommen, bestätigt uns, dass wir mit unseren Forderungen richtig liegen“, so Holub.
Das politische Ziel der Bio-Kampagne sei der Einsatz von Bio-Lebensmitteln in allen öffentlichen Einrichtungen Kärntens, erklärt der Grünen-Abgeordnete: „Wir wollen, dass in Kindergärten, Horten, Schulen, Krankenhäusern bis hin zu Pflegeeinrichtungen Bio-Lebensmittel ausgegeben werden. Für öffentliche Einrichtungen kann die Politik die Standards definieren, auch beim Essen. Bei Privateinrichtungen, die Förderungen bekommen, kann das Bio-Ziel in die Förderrichtlinien aufgenommen werden“.
Aus diesem Grund werden sowohl im Kärntner Landtag als auch in allen Gemeinderäten, in denen die Grünen vertreten sind, entsprechende Anträge eingebracht.
Michael Johann, Obmann der Grünen Bäuerinnen und Bauern Kärntens, führt näher aus: „Unsere Anträge umfassen die Forderung, dass Gemeinde-Kindergärten und in solchen, die öffentliche Förderungen erhalten sollen, innerhalb von 3 Jahren auf 100% pestizid- und gentechnikfreie Lebensmittel umgestellt wird. Gemeindeeigene Küchen, die Kindergärten mit Essen versorgen, sollen ausreichend Bio-Produkte in ihren Katalog aufnehmen bzw. entsprechende Lieferverträge mit externen EssenslieferantInnen ausschreiben. Bio muss in Zukunft absolutes Kriterium sein!“, so Johann, der darauf hinweist, dass die Grünen sowohl in Maria Saal als auch in Villach bereits durchsetzen konnten, dass Bio-Lebensmittel in Kindergärten angeboten werden.
Johann streicht zudem die unschätzbaren Vorteile von Bio-Essen heraus: „Bio ist Gentechnik-frei. Bei Bio-Produkten haben die KonsumentInnen die Garantie, dass ihr Essen garantiert gentechnikfrei ist. Und nicht nur das: Auch die Fütterung der Tiere erfolgt in der Bio-Landwirtschaft gentechnikfrei. In Produkten aus konventioneller Produktion hingegen kann auch gentechnisch veränderter Mais oder Soja enthalten sein, wenn das irgendwo im Kleingedruckten auf der Packung vermerkt ist.“
Dr. Štefan Merkac(, Bio-Bauer und Wahlkreis-Spitzenkandidat der Grünen, weist darauf hin, dass Bio auch Pestizid-frei ist: „Bio-Produkte verzichten konsequent auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Wachstumsregulatoren. Weil sich hier im Gegensatz zur konventionellen Produktion keine Rückstände von Pestiziden und Herbiziden finden, sind biologische Produkte gesünder.“ Zum Vergleich: Bei einer Greenpeace-Studie vom März 2012 enthielten 80% des konventionell erzeugten Obst enthielten und mehr als 55 Prozent der Gemüseproben Pestizide. Besonders gefährlich für Verbraucher sind die langsamen und zeitversetzten Wirkungen von Pestiziden: Sie können die Zellteilung stören, das Entstehen von Krebs begünstigen, das Erbgut verändern, das Immunsystem beeinträchtigen, Allergien auslösen und die Bildung von bestimmten Krebsarten fördern.
Johann bedauert, dass der Pestizid-Einsatz in Österreich nicht sinkt, weil „auf den nicht-biologisch bewirtschafteten Flächen die chemische Keule immer härter zuschlägt“. So werden Neonicotinoide zur Maisbeize verwendet, obwohl diese Bienenschäden verursachen. Johann führt die laxe Handhabung der Pestizid-Zulassungen durch Landwirtschaftsminister Berlakovich darauf zurück, dass sich die Zeitung des VP-Bauernbunds auch aus Inseraten der Chemieindustrie finanziert. Die Grünen setzen sich daher für mehr Transparenz ein um zu verhindern, dass Konzerne sich mittels Sponsoring politische Entscheidungen erkaufen.
Merkac( weist auf die dringend notwendige politische Unterstützung für Bio-Lebensmittel hin: „Auch wenn Bio eine Erfolgsstory ist, so ist die Umstellung der Produktion von konventionell auf Bio für viele bäuerliche Betriebe anfänglich schwierig. Deswegen braucht es politische Unterstützung, die einerseits den Markt ankurbeln soll, andererseits geeignete Förderprogramme. Unsere Bio-Kampagne ist ein wichtiger Schritt zur Bewusstmachung der vielen Vorteile von Bio in der Bevölkerung.“