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am 28. April

Grüne Wolfsberg: Es wird Zeit, regional zu denken!

Susanne Dohr - Grüne gegen geplante Industrieansiedlung in Wolfsberg.

​Wolfsberg. –„Die geplante Ansiedelung von K-Industries lässt die Wogen hochgehen. Und das zurecht! Die Stadtregierung beschreibt es als ‚... einen großen Gewinn für unsere Gemeinde.‘ Wirklich? Bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, dass dieses Projekt alles andere als nachhaltig ist. Es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, da K-Industries lediglich seinen Standort wechselt und bereits Beschäftigte aus der ganzen Region hat“, stellt Susanne Dohr, Gemeinderätin der Grünen in Wolfsberg, fest. ​

„Die Kosten für die Stadt sind sehr hoch. Unter dem vom Bürgermeister ausverhandelten Optionsvertrag zum Grundstückskauf (€1.4 Millionen für 1.65haAckerland, €85/m2) wird die Gemeinde noch lange leiden. Wer hat nun noch Interesse der Gemeinde Grundstücke zu einem fairen Preis zu verkaufen, wenn jeder weiß, dass überhöhte Preise gezahlt werden? Überhaupt wären solche Preise nur zu rechtfertigen, wenn neue Betriebe mit nachhaltigen Geschäftsideen gefunden werden. Sollte K-Industries wirklich kommen, wird eine der letzten verfügbaren Flächen zur Gewerbeansiedlung im Raum Wolfsberg verspielt, ohne einen Mehrwert für die Region zu schaffen. Die innerregionale Konkurrenz um Gewerbebetriebe ist ein Nullsummenspiel, bei dem alle Beteiligten verlieren“, fügt Ersatzgemeinderat Michael Holzer hinzu.​

Tal als wirtschaftliche Einheitsehen.

Die Grünen Wolfsberg setzen sich dafür ein, dass neue Betriebe angesiedelt werden, die das gesamte Lavanttal nachhaltig stärken. „Unser Ansatz ist, das Lavanttal als eine wirtschaftliche Einheit zu sehen und ein regionales Gewerbeflächenmanagement zu betreiben. Die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit ist dringend notwendig, um wirtschaftlich mit anderen Regionen mithalten zu können. Der geplante interkommunale Gewerbepark in St. Paul zeigt, dass es auch anders gehen kann, um gemeindeübergreifende Wirtschaftspolitik zum Wohle aller Gemeinden zu betreiben“, sagt Dohr. ​

Der Sprecher von K-Industries beschreibt den neuen Standort mit dem Schlagwort „Green Production“. „Wenn K-Industries es ernst meint mit ‚Green Production‘ steht einer nachhaltigen Entwicklung des aktuellen Standortes in St. Andrä nichts im Wege. Und daran sollte sich auch die Wolfsberger Gemeinde beteiligen. Denn an unserer Gemeindegrenze endet das Lavanttal nicht!“, appelliert Holzer​.