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Kärntens Umwelt

Von der Alpenfledermaus über die Kleine Hufeisennase, das Mausohr, die Mopsfledermaus, den Großen Abendsegler bis hin zur Zwergfledermaus: Dies sind nur einige der gefährdeten und teils sogar vom Aussterben bedrohten 24 Fledermausarten, die es in Kärnten gibt. Landesrat Rolf Holub hat auch dieses Jahr das von der Arge NATURSCHUTZ koordinierte „Artenschutzprojekt Fledermäuse Kärnten“ unterstützt. Dabei wurden Fledermaus-Schutzmaßnahmen durchgeführt, wie etwa die regelmäßige Putzaktion in ausgewählten Kirchen. 

Der Schutz von Fledermäusen ist auch ein wichtiges Anliegen der Grünen im Kärntner Landtag.

Wörthersee vor Spekulation schützen

Der Wörthersee ist durch sein wundervolles Ambiente der Stolz aller Kärntnerinnen und Kärntner, das Herzstück des Tourismus in Kärnten. Aber wie lange noch? Die Seeuferbereiche werden in rasanter Geschwindigkeit mit großvolumigen Wohn- und Appartementanlagen verbaut, die das Orts- und Landschaftsbild verschandeln.

Investoren spekulieren mit der Errichtung von Appartements. In nur zehn Jahren haben sich die Zweitwohnsitze in den Wörtherseegemeinden verdoppelt, aber noch ist kein Ende des Booms in Sicht. Zweitwohnsitze stehen den größten Teil des Jahres leer, verursachen den Gemeinden hohe Infrastrukturkosten, tragen aber fast nichts zur touristischen Wertschöpfung bei.

Die Kärntner Seeufer müssen vor Verbauung geschützt werden!

Die Gemeinden sollen sicherstellen, dass die wenigen freien Seezugänge und die verbliebenen Grünräume in See-Nähe erhalten werden. Ein Gestaltungsbeirat soll die Gemeinden in Fragen der Baukultur beraten, um zu verhindern, dass weitere gesichtslose Betonburgen das Landschaftsbild am See verschandeln.


Das Frühlingserwachen ist nun auch bei den Fröschen und Lurchen angekommen, die die kalten Wintermonate in der Winterstarre unter Laubhaufen, Wurzelstöcken und in Erdlöchern oder ähnlichem verbracht haben. Nun ist es für sie an der Zeit, sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Doch dieser Weg führt oft über Straßen, wo viele der Tiere überfahren werden. Jedes Jahr sterben zigtausende Frösche, Kröten und Molche durch den Straßenverkehr. Für viele Amphibienpopulationen können die jährlichen Ausfälle im Straßenverkehr zum lokalen Aussterben führen.

Ein besonderes Juwel Kärntens sind die Streuobstwiesen mit alten hochstämmigen Apfel-, Birn-, Zwetschgen- und Kirschbäumen. In den Borken sowie in den Baumhöhlen dieser alten Bäume leben seltene Vogelarten wie der Wendehals und der Wiedehopf, Fledermäuse und viele Insektenarten. Die Zwergohreule braucht nicht nur Baumhöhlen, sondern auch die großen Insekten, die sich auf den spät gemähten Wiesen finden lassen. In Baumhöhlen findet sich der inzwischen sehr selten gewordene nach Leder oder Marillen duftende Juchtenkäfer...

Kärntens Flüsse

Medikamentenreste, Handys, Hygieneartikel, Feuchttücher, Essensreste, Bauschutt, Kleidungsstücke, Medikamente oder verstorbene Haustiere - man glaubt es kaum, was alles im Klo runtergespült wird! Rund 400 LKW-Ladungen Müll landen in Kärnten in der Kanalisation. Das verursacht 4 Millionen Euro an Mehrkosten bei den Kanalbenützungsgebühren. - Ersparen wir uns diese Kosten und entsorgen nur noch das im Kanal, was hinein gehört: Unsere Abwässer!

Das Bleistätter Moor beim Ossiacher See ist ein einzigartiges Kärntner Naturjuwel: Rund 60 Hektar werden durch die Flutung des Moors, das in den 1930er Jahren trockengelegt wurde, der Natur zurückgegeben. Das ökologische Gleichgewicht wird wieder hergestellt, die Wassergüte im Ossiacher See verbessert, denn das Moor wird wieder zum "Filterbecken" für den See. Die Pflanzen nehmen Nährstoffe wie Phosphor oder Stickstoff auf und verhindern so das Wachstum von Algen im Ossiacher See. Erste positive Auswirkungen sind bereits sichtbar: Die Anzahl der Wasserpflanzen im Ossiacher See hat schon zugenommen und einige Großvögel haben sich wieder angesiedelt, darunter der Uhu. In einem alten Pumphaus finden in Zukunft Fledermäuse und Störche ihr neues Zuhause.

Ein großer Teil des Bleistätter Moores wurde 1930 trockengelegt um landwirtschaftliche Flächen zu gewinnen. Seit 1.März 2017 sind die Pumpen, die das Moor trockenhalten, abgeschaltet. Langsam steigt der Wasserpegel und schon in wenigen Wochen soll dieser das Niveau des Ossiacher Sees erreicht haben. Danach wird der Tiebeldamm geöffnet und das Wasser des kleinen Flusses fließt nicht mehr direkt in den See, sondern kann sich vorher auf rund 60 Hektar ausbreiten.

Nach 20 Jahren Diskussion und Planung wird das 10 Millionen Projekt noch heuer fertiggestellt. Landesrat Rolf Holub freut sich, dass der Ossiacher See durch dieses Sanierungsprojekt sein ökologisches Gleichgewicht zurückbekommt. „Die gewässerökologische Qualität des Sees wird dadurch stark verbessert. Tiere und Pflanzen erhalten wertvolle Feuchtlebensräume zurück“, so der Umweltreferent.