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Juchtenkäfer

(lat. osmoderma eremita)


Heimat/Vorkommen:

Der Lebensmittelpunkt dieser nach Juchtenleder oder Marillen duftenden Krabbler sind Baumhöhlen, die sie oft ihr ganzes Leben nicht verlassen. Zur Lieblingsbaumart der Juchtenkäfer gehören Höhlen bildende Eichen und Linden. Der Juchtenkäfer ernährt sich vom von modrigem, von Pilzen durchzogenen und fast schon zu Erde zerfallenem Holz im Inneren der Höhle, dem sogenannten Mulm. Bevorzugt werden feuchte, jedoch nicht zu nasse Höhlen mit über 50 Litern Mulm. Weil es immer weniger solcher „Veteranenbäume“ gibt, ist der Juchtenkäfer inzwischen sehr selten geworden.

Aussehen:

Der Juchtenkäfer stammt aus der Familie der Rosenkäfer. Sein Körper ist unauffällig glänzend braunschwarz gefärbt und hat einen leichten Metallschimmer.

Besonderheit:

Die Juchtenkäfer-Männchen posieren an heißen Tagen in den Höhlenöffnungen und betören dabei die Weibchen mit ihren speziell duftenden Lockstoff, der 500 bis 1000 Meter weit wirksam ist. Die Weibchen legen 20 bis 80 Eier in den Mulm der Bäume. Dann dauert es drei bis vier Jahre bis sich eine Larve zu Ende entwickelt hat.
Sofern es genügend Mulm im Brutbaum gibt, teilen sich hier mehrere hundert Käfer ihr Zuhause. In den heißen Sommermonaten von Mai bis August fliegen die schimmernden Krabbler aus und machen es sich zwischendurch auch auf Blüten gemütlich. Sie entfernen sich dabei gewöhnlich aber nur bis zu 200 Meter vom Brutbaum. Die Männchen leben nur zwei bis drei Wochen, die Weibchen bis zu drei Monate lang.

Gebietsvorschläge für Natura 2000:

  • Lindenallee in Rosegg
  • Schlosspark Krastowitz