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18.03.2022 Pressemitteilung

Weniger Tiere, mehr Ge­trei­de in Land­wirtschaft.

Greenpeace-Studie zeigt, wie Getreide-Ausfall durch Ukraine-Konflikt ersetzt werden kann: Durch weniger Tierhaltung in Europa. Voglauer fordert Versorgungssicherheit für Kärnten durch Förderung für Umstieg in der Landwirtschaft.

„Auch wir in Kärnten müssen unseren Beitrag leisten, um die Ernteausfälle, die aus dem Ukraine-Krieg drohen, zu kompensieren. Wenn unsere Bauern 10% weniger Tiere halten und dafür auf Ackerbau umsteigen, ist das ein wesentlicher Schritt. Dieser Umstieg sollte auch von der Landesregierung gefördert werden: Durch Zahlungen für die Reduktion von Nutztieren“, sagt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten.

Umdenken als Zukunftsstrategie.

Voglauer weist auf darauf hin, dass beinahe die Hälfte des österreichischen Getreides als Futtermittel verwendet wird. „Um eine Kalorie Fleisch herzustellen, muss zuerst ein Mehrfaches an pflanzlichen Kalorien verfüttert werden“, erklärt Voglauer. Dieser Umweg sei in der aktuellen Krise dringend zu hinterfragen: Der Ausfall der Getreideexporte aus der Ukraine könnte eine Hungerkrise in Nordafrika auslösen. „Mit einer anderen Verwendung des europäischen Getreides – als Lebensmittel statt als Futtermittel – kann die EU den Ausfall der ukrainischen Exporte weitgehend kompensieren“, so Voglauer.

Die Stärkung des Ackerbaus in Kärnten berge für unser Bundesland und auch für die Landwirte eine Chance: „In der Schweinebranche gibt es schon lange wirtschaftliche Probleme. Weniger Fleisch zu essen und zu produzieren ist für das Klima und aus humanitären Gründen wichtig. Ich sehe jetzt die Chance für einen Umstieg – dazu braucht es auch ausreichend Förderungen“, sagt Voglauer.  Das gehe auch Hand in Hand mit dem Schutz unserer Böden: „Unsere Versorgungssicherheit ist nur gewährleistet, wenn genügend Ackerflächen vorhanden sind.“

Olga Voglauer

Landessprecherin Grüne Kärnten

olga.voglauer@gruene.at
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