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19.01.2022 Pressemitteilung

Schluss mit Hin­hal­te­tak­tik bei Flughafen.

Man soll keine toten Pferde reiten.

Wieder ist es zu keiner Einigung rund um den Flughafen Klagenfurt gekommen. „Diese Pattsituation schadet vor allem der Bevölkerung und dem Wirtschaftsstandort Kärnten. Wenn das so weitergeht, wird das Pferd bald tot sein – man soll bekanntlich keine toten Pferde reiten“, bringt Olga Voglauer, Landessprecherin der Grünen Kärnten, die Flughafen-Problematik auf den Punkt. Beim Verkauf des Flughafens an die Lilihill-Gruppe wurde von einer Investitionssumme von 1 Milliarde Euro gesprochen – mittlerweile sind es nur mehr rund 450 Millionen und der Ausverkauf von Grundstücken. „Das ist kein nachhaltiges Konzept und kann keine ernstgemeinte Lösung sein. Es ist die Pflicht von Land und Stadt, öffentlichen Besitz zu bewahren und gegebenenfalls auszubauen, nicht Grundstücke unter Wert zu verkaufen. Die Politik muss für die Bevölkerung arbeiten, nicht für die Bereicherung privater Investoren. Wann wird der Investor endlich in den Flughafen investieren?“, fragt Voglauer.

Stillstand beenden.

Sollte der Stillstand weitergehen, habe das Land hier nach der rechtlichen Prüfung die Call-Option zu ziehen. „Überhaupt muss man sich fragen, ob ein eigener Flughafen in Klagenfurt noch zeitgemäß und moderner Mobilität gerecht ist. In der derzeitigen Form sicher nicht. Man kann den Wirtschaftsraum Kärnten auch stärken, indem man die Verbindungen beispielsweise nach Laibach und Graz ausbaut – der Start der Koralmbahn steht vor der Tür; da muss man das Konzept Flughafen hinterfragen“, so Voglauer.

Auch in der Kärntner Politik sei es an der Zeit, endlich in die Zukunft zu planen und nicht mehr altem Denken anzuhängen: „Was vor 10 Jahren geplant wurde, entspricht vielleicht schon nicht mehr den heutigen Bedürfnissen – hier muss man flexibel im Denken sein, um sich an die neuen Begebenheiten anzupassen. Was hier geboten wird ist Stillstand und das Beharren auf veralteten Strukturen.“ Dabei gebe es großes Potenzial.

„Erwarte konkrete Handlungen, keine mediale Inszenierung“.

„Das Areal um den Flughafen Klagenfurt ist das größte Stadterweiterungsgebiet, das wir haben. Wir müssen es sinnvoll zum Wohle aller entwickeln und ganzheitlich planen und das nicht einem privaten Investor überlassen, der logischer Weise nur seine eigenen Interessen vertritt. Die Wertsteigerung der Grundstücke muss in den öffentlichen Haushalt fließen und allen dienen. Besitz muss öffentlich bleiben, denkbar wäre eine Variante mit Baurechtsoption – wir sprechen uns gegen eine Privatisierung von öffentlichen Vermögen aus“, wirft Elias Molitschnig, Gemeinderat der Grünen Klagenfurt ein.

„Wir erwarten uns konkrete Handlungen und schauen genau hin, was hier passiert – bisher gibt es vor allem viel Inszenierung in den Medien, für den Flughafen getan wurde nicht viel. Der Investor sollte sich an seine Versprechungen erinnern oder Land und Stadt müssen endlich die Reißleine ziehen“, sagt Voglauer.

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