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1 Jahr im Gemeinderat

Wenn eine neue Gemeinderatsfraktion gleich in der ersten Periode die Verantwortung für die wichtigen Referate wie Finanzen, Soziales, Umwelt, Energie, Transparenz und Bürgerbeteiligung übernimmt, bleibt nicht viel Zeit, sich in die Aufgabenbereiche einzuarbeiten. Die vielleicht fehlende Routine im politischen Alltag mussten wir durch zeitintensive Vorbereitungen mit zahlreichen Gesprächen und umfassenden Recherchearbeiten mehr als wettmachen.

Zumal sich die Finanzsituation der Gemeinde als besonders prekär herausgestellt hat, war es erforderlich, vom ersten Tag an massive Veränderungen in die Wege zu leiten, um in finanzieller Hinsicht die Handlungsfähigkeit der Gemeinde aufrecht zu erhalten.

Ein besonderer Dank an dieser Stelle gilt den GemeindemitarbeiterInnen, die uns bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen stets bestmöglich unterstützt haben. Nach nunmehr rund eineinhalb Jahren können wir darauf verweisen, dass in finanziellen Angelegenheiten einiges bewegt werden konnte, wenngleich der Handlungsbedarf sehr groß bleibt.

1. März 2015, ein denkwürdiger Tag für einen Neubeginn in der Marktgemeinde Millstatt: Ehrlichkeit im Finanzhaushalt, Transparenz, Respekt vor der Meinung der BürgerInnen.
Erste Erfolge sind zu sehen.

Für die Zukunft erwarte ich mir mehr Transparenz in den in Millstatt so sensiblen Bauangelegenheiten. Mit der Begründung „Amtsverschwiegenheit“ sollen Bauamt und Bürgermeister uns Planungsausschuss-Mitglieder – die ohnehin zur Vertraulichkeit verpflichtet sind – nicht mehr abfertigen.

Insgesamt wünsche ich mir, dass der Gemeinderat fraktionsübergreifend für unsere Gemeinde wirkt: Millstatts große Stärken bündelt und sich mit realistischen Schritten neue Handlungsspielräume verschafft.

Als Unabhängiger und Neueinsteiger in die Politik ist es mir wichtig, gemäß meinem Lebensmotto: „mit Mitmenschen und für Mitmenschen gemeinsam“ tätig zu sein. Dass da und dort verschiedene Meinungen aufeinandertreffen, ist ein normaler demokratischer Prozess. Es gibt jedoch nichts, was nicht noch besser gemacht werden kann. Stillstand in der Weiterentwicklung ist der Tod der Zukunft.

Viele gute Projektansätze bedürfen noch der Diskussion, ob und wie sie finanzierbar sind - natürlich unter Einbeziehung unserer Mitmenschen im ganzen Gemeindegebiet gemäß den Grundsätzen des Bürgermeisters.

Dieser Kurs soll verbessert weitergeführt werden, damit unsere Heimat die Lebensattraktivität nicht verliert, insbesondere für die jüngere Generation, in allen 18 Ortschaften unserer
Marktgemeinde Millstatt am See.

Meine Aufgaben liegen im Bereich Bildung, Planung, Kunst & Kultur und Kontrolle, und bisher bin ich mit vielen getroffenen Entscheidungen in diesen Bereichen sehr zufrieden. Wir konnten bereits nach einem Jahr Gemeindepolitik viele unserer Vorhaben verwirklichen.

Auch ich würde gerne alle möglichen Projekte finanziell unterstützen! Leider ist das aus verschiedenen Gründen nicht möglich. In gewissen Bereichen müssen wir sparen, um einerseits die Gemeinde zu sanieren, und andererseits langfristig in wichtige Projekte investieren zu können, die der Gemeinde in Zukunft zu Gute kommen werden.

Mehr Schulden können wir uns nicht leisten, genauso wenig wie den Verkauf unserer wertvollsten Grundstücke - denn es geht auch anders!