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Slowenische Volksgruppe

WAS HABEN DIE GRÜNEN BISHER ERREICHT?

Kärnten/Koroška ist ein kulturell vielfältiges Land. Laut der neuen Landesverfassung (Artikel 5, Absatz 1 und 2) achten, sichern und fördern wir die Sprachen und Kultur, Tradition und das kulturelle Erbe. Unser Land ist vom politischen Ballast, der jahrzehntelang ein offenes Miteinander der zwei- und einsprachigen Kärnterinnen und Kärntner verunmöglicht hat, befreit und beschreitet den Weg des friedlichen und gedeihlichen Miteinanders. Wir setzen uns für ein respektvolles Miteinander auf Gemeinde- und Landesebene ein, was auch im Einsatz für historisch gewachsene zweisprachige Ortsbezeichnungen sowie Bezeichnungen oder Aufschriften topografischer Natur zum Ausdruck kommt.

Wir Grünen bekennen uns zum Memorandum des Landes Kärnten/Koroška aus dem Jahre 2011 betreffend zweisprachiger „topographischer Aufschriften“, der Amtssprache sowie den Maßnahmen für die Zusammenarbeit mit der slowenischsprachigen Volksgruppe. Die Befriedung des Ortstafelkonflikts ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Vorteilen gelebter Zweisprachigkeit. Wir begrüßen das in der Kärntner Landesregierung geschaffene Dialogforum, in dem in Kärnten/Koroška offene Fragen des Miteinanders einvernehmlich und verbindlich geregelt werden. Die grundsätzliche Verantwortung für Volksgruppenfragen obliegt dem Bund. Neben dem Staatsvertrag von St. Germain und dem Staatsvertrag von Wien sind die Rechte zur Verwendung der slowenischen Sprache im Volksgruppengesetz von 1976 geregelt.​

WAS WOLLEN DIE GRÜNEN ERREICHEN?

Ziel der Grünen Volksgruppenpolitik ist es, allen Kärntnerinnen und Kärntnern, unabhängig von ihrer Muttersprache (Erstsprache) die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu garantieren. Dazu gehört die Förderung der Zweisprachigkeit im Schul- und Ausbildungsbereich auf allen Ebenen, wobei die systemische Pädagogik der privaten zwei- und mehrsprachigen Kindergärten (geregelt im Kärntner Kindergarten-Fonds) als vorbildlich wirksam angesehen wird. Der Fokus liegt verstärkt auf der Förderung der Sprachkompetenzen, die wertgeschätzt werden. Wir befürworten den engagierten gemeinsamen zweisprachigen Unterricht im Bereich des Minderheitenschulwesens und unterstützen Initiativen, die auf dessen Fortführung bis zum Ende der allgemeinen Schulpflicht (Sekundarstufe 1) zielen.

Zu einem Miteinander auf gleicher Augenhöhe sowie einem fundierten Wissen voneinander gehört auch der immerwährende Informationsfluss in den öffentlichen Medien. Deshalb setzen wir uns für die erforderliche Förderung der slowenischen und zweisprachigen Medien ein.

Die Landesausstellung 2020 zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung ist eine hervorragende Gelegenheit, sich mit Kärntens/Koroškas Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen. Wir fordern eine kritische Auseinandersetzung mit Kärntens/Koroškas Geschichte, Gesellschaft und Politikverständnis, die die traumatischen Geschehnisse der letzten hundert Jahre, aber auch die Volksgruppen verbindenden Initiativen erzählt. Das dezentrale Ausstellungskonzept ist eine Chance, viele Menschen zu erreichen, authentisch die Orte des Geschehens zu präsentieren und eine Infrastruktur zu schaffen, die nachhaltig genutzt werden kann. Der geplanten Ausschreibung von Projekten und themenbezogenen Ausstellungen ist ein roter Faden zugrunde zu legen. Ziel des Gedenkjahres soll sein, das Selbstbild und die Identität unserer Region in Südkärnten/-koroška positiv zu beeinflussen, die eigene Identität zu stärken und einen positiven Heimatbegriff zu vermitteln.​