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08.02.2010 15:54
Pflege: LR Ragger bestraft HeimbewohnerInnen
Lesjak: „FPK-Bestrafungs-Sparkurs schafft „Altern in Würde“ de facto ab“
„Es wird immer klarer, wer jetzt für die desaströse orange-blaue Schuldenpolitik der letzten Jahre büßen muss: LH Dörfler und LR Ragger starten einen beinharten Bestrafungs-Sparkurs im Sozialbereich. Wie gerade bekannt wurde, werden PflegeheimbewohnerInnen zusätzlich belastet. Ab 1. Feber sollen alle Pflegebedürftige, die derzeit ein Einzelzimmer haben, mit 100 Euro monatlich „bestraft“ werden. Die Entwicklung in Richtung Einzelzimmer war ein großer Fortschritt für ein „Altern in Würde“. Dieses „Altern in Würde“ wird von LR Ragger nun de facto abgeschafft“, kritisiert Barbara Lesjak, Landtagsabgeordnete der Grünen Kärnten.
„LR Ragger leistet damit der Hospitalisierung Vorschub. Es ist nicht einzusehen, warum die Kosten für ein würdiges Altern jetzt auf einmal auf die HeimbewohnerInnen abgewälzt werden. Auf diese Art schafft man eine "2-Klassen-Pflege": für die, die es sich leisten können und für die, die es sich nicht leisten können. Letztere müssen ihr Taschengeld dafür opfern, damit sie die ihnen zustehende Pflege erhalten. Gerade angesichts der hohen Armut im Alter ist diese vorgangsweise kaltherzig und unverantwortlich“, so Lesjak.
Lesjak fordert, dass LH Dörfler klar auf den Tisch legt, wie sein „Sparkurs“ aussehen soll. „Jeden Tag werden neue „Grauslichkeiten“ bekannt, mit denen die Ärmsten in Kärnten abgestraft werden sollen. LH Dörfler und LR Ragger sollen sagen, worauf sich die Ärmsten der Armen gefasst machen müssen“, erklärt Lesjak.
Daniela Deutsch, Vertreterin der Grünen/UG in der Arbeiterkammer und Diplomkrankenschwester: „Wie auch diese Bestrafungsaktion zeigt ist LR Ragger im Sozialbereich vollkommen inkompetent. Diese wichtige Position sollten Menschen mit Erfahrung im Sozialbereich übernehmen. Wir bewegen uns in Kärnten hin zu einem handfesten Pflegeproblem. Im LKH werden Stationen geschlossen und die Versorgungsmöglichkeiten extern werden reduziert anstatt ausgebaut. Das vernichtet nicht nur Arbeitsplätzte, sondern erschwert auch die Betreuung von alten und schwerkranken Menschen außerhalb des Krankenhauses. Das ist der falsche Weg!“
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